Durch Zufall bin ich gerade auf die Seite von den Webevangelisten gelandet und fand dort ein recht interessanten Beitrag über das (?!) “Microblogging“. Da ich mich ja nun auch mit Twitter beschäftige, war dort von einem Desktop Client die Rede, genauer gesagt von Thwirl.
Ich persönlich finde es auf dauer nervig, immer wieder die Twitter-Seite zu besuchen, um zu schauen ob neue Twitter-Nachrichten vorhanden sind oder um neue Tweets zu schreiben. Daher werde ich Thwirl nun einmal testen und euch hier ein kleinen Erfahrungsbericht präsentieren.
Installation
Als erstes sei gesagt, dass man Adobe Air benötigt, damit das Programm überhaupt installiert wird. Dies stellt aber kein weiteres Problem dar, da es mit heruntergeladen und installiert wird, wenn man es noch nicht auf sein Computer hat.
Wir gehen zunächst auf die Homepage von Thwirl und installieren es über den Button “Install now” in der linken Box. Es wird dann über Flash ein installer gestartet, der alle benötigten Daten herunterlädt und installiert.

Thwirl nach dem ersten Start
Die Oberfläche
Nach der Installation sollte das Programm starten (sofern man die Checkbox davor ausgewählt hat) und wir sehen erst einmal eine noch leere Benutzerübersicht.
Die Oberfläche ist recht intuitiv und Benutzerfreundlich. Wir haben 4 Reiter: Benutzer, Farben, Sprache und Update.
Unter “Benutzer” können wir mehrere Twitter-Accounts hinzufügen, einfach Benutzername in das Eingabefeld tippen und auf das Plus oder >Enter< drücken. Danach einfach das Konto auswählen, mit welchem man sich verbinden möchte und auf öffnen klicken, fertig!
Der zweite Reiter, “Farben“, war für mich eigentlich die erste Anlaufstelle. Ich weiß, Geschmäcker sind verschieden aber die “Default”-Farbkombination gefällt mir so garnicht.
Dies ist aber kein Problem, da Thwirl von Haus aus eine ganze Menge an Farbkombinationen bereitstellt und somit für jeden etwas dabei sein sollte. Ich habe mich im übrigen für “Black” entschieden.
Ein Klick auf “Sprache” verbirgt momentan 4 Übersetzungen. Diese wären Englisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch.
Im vierten und letzten Reiter, “Update“, seht ihr welche Version ihr gerade installiert habt (zu sehen auch im oberen Bereich neben dem Logo), könnt das aktuelle “changelog” (aktuelle Änderungen in der Version) einsehen und mit einem Klick auf “Nach Update suchen” Thwirl auf eine neue Version updaten, sofern eine neue verfügbar ist.
Die Oberfläche #2
Nachdem wir die Grundeinstellungen abgeschlossen haben. Öffnen wir jetzt unser Konto unter dem Reiter “Benutzer” wie oben beschrieben und empfangen zuerst automatisch unsere bisherigen Tweets.

Die Oberfläche von Thwirl
Die Oberfläche gliedert sich in mehrere Bereiche auf.
Punkt 1
Ein Klick auf das Logo ruft die Oberfläche auf, die wir schon beim Start von Thwirl kennengelernt haben. Dort können wir wieder die Grundeinstellungen tätigen und Farbschemen etc. ändern.
Neben dem Twitter-Logo wird das momentan aktive Konto angezeigt, in meinem Fall ist das “mhdev“. Daneben finden wir ein Knopf für die Konfiguration dieser Oberfläche (
). Dort können wir zum Beispiel das Verhalten des Programms beim Windows-Start festlegen, die Ansicht ein wenig verändern oder die Benachrichtigungsoptionen verwalten. Auf jedenfall mal reinschauen und durchlesen. Ich habe zum Beispiel unter “Ansicht” die Option “Eingabebereich automatisch ausblenden” aktiviert, dann stört das weiße Eingabefeld nicht so und man kann es einblenden, wenn man es braucht.
Neben dem Konfiguration-Button findet man noch die üblichen Funktionen um das zu Fenster minimieren oder das Programm zu beenden.
Punkt 2
Hier erscheinen alle Tweets die ihr empfangt oder gesendet habt. Ihr könnt, wenn ihr mit der Maus über das Gravatar geht, eigene Tweets löschen oder andere Tweets favourisieren, antworten (@), dem Autor eine private Nachricht schicken (d) oder das eben gezwitscherte “Re-Twittern“.
Mit einem Klick auf den Name des Autor, lassen sich alle Nachrichten von diesem darstellen bzw. Filtern.
Punkt 3
Mit einem Klick auf die Mülltonne (
) könnt ihr den Verlauf von euren Nachrichten löschen. Keine Angst, auf Twitter selber wird aber nichts gelöscht! Daneben findet ihr eine kleine Statistik mit der Anzahl der bisherigen empfangenen Nachrichten. Danach kommt eine Filterfunktion (
), mit welcher ihr, ähnlich wie bei einer Suchfunktion, eure Twitter-Meldungen nach bestimmtem Wörtern Filtern könnt. Neben der Filterfunktion könnt ihr alle bisherigen Nachrichten als gelesen markieren (
). Für ungeduldige kann man sein Konto jederzeit nach neuen Tweets abrufen, indem man den Button daneben (
) betätigt.
Punkt 4
Der letzte Bereich dieser Oberfläche ist mehr eine Filterfunktion. Der Knopf mit der Sprechblase öffnet und schließt das Eingabefenster um eigene Tweets zu schreiben. Daneben, rot hervorgehoben (für aktiv), befindet sich die “Startposition”. In dieser seht ihr alle empfangen und geschriebenen Tweets. Von Links nach Rechts geht es dann weiter: alle Antworten anzeigen (
), alle private Nachrichten anzeigen (
), das Archiv durchsuchen (
), Favouriten filtern (
), Übersicht über alle Freunde/Follower + Verwaltung (
), alle Nachrichten von einem Profil durchstöbern (
) und nach neuen Freunden, über die Twitter-Suche oder dem Twitter-Scan, ausschau halten (
).
Mein Fazit
Wie ich schon oben erwähnt habe, finde ich es ziemlich nervig immer auf die Seite von Twitter zu gehen, um meine Tweets zu checken und Antworten zu Tweets bzw. neue Tweets zu schreiben. Von daher finde ich das Programm sehr interessant und werde es einem Langzeittest unterziehen.
Was eventuell auch noch interessant ist. Es verbraucht, laut Taskmanager, momentan um die 80.000K. Zum Vergleich. Photoshop verbraucht im Moment knapp 90.000K und der Leistungshungrige Firefox 200.000K.
Benutzt ihr auch inzwischen Twitter-Clients? Was sind eure Erfahrungen? Gibt es vielleicht sogar noch bessere alternativen?
Ich nütze ebenfalls Thwirl und finde es sehr gut. Möchte es beim Twittern nicht missen.
Grüße
Julia
[...] Twhirl besticht durch etliche Vorteile. Unter anderem werden die letzten „Tweets“ über mehrere Stunden angezeigt. Antworten, die Sie auf ihre Beiträge bekommen, werden farbig angezeigt. Sie können mehrere Benutzerkonten gleichzeitig verwalten. Selbst Fotos lassen sich ziemlich zügig bei Twitpic hochladen und die Links dazu per TinyURL verkürzen. Wenn Sie neue Nachrichten bekommen, erscheinen diese unten Rechts am Rand des Desktops. Das Programm selbst, kann zu einem Symbol minimiert werden. Twhirl unterstützt außerdem: Friendfeed, Seesmic, Identi.ca und laconi.ca. [...]